Glossar · Produktfotografie

Was ist 3D-Produktfotografie?

Kurz erklärt

3D-Produktfotografie meint meist 360°-Aufnahmen: Das Produkt wird auf einem Drehteller in 24, 36 oder 72 Einzelbildern fotografiert, die im Shop zu einer drehbaren Ansicht werden. Davon abzugrenzen ist das 3D-Rendering, bei dem das Produkt am Computer modelliert wird.

Zwei Dinge, ein Begriff

„3D-Produktfotografie“ wird im E-Commerce für zwei unterschiedliche Verfahren verwendet. Gemeint ist meist die 360°-Fotografie: Das reale Produkt wird auf einem Drehteller in festen Winkelschritten fotografiert, und ein Player im Shop setzt die Einzelbilder zu einer Ansicht zusammen, die der Kunde mit Maus oder Finger drehen kann. Davon zu unterscheiden ist das 3D-Rendering: Das Produkt wird als digitales Modell am Computer gebaut und beliebig gerendert – ohne dass je ein Foto entsteht.

So entsteht eine 360°-Aufnahme

Das Produkt steht auf einem motorisierten Drehteller, Kamera und Licht bleiben fix. Pro Umdrehung werden 24, 36 oder 72 Bilder aufgenommen – je mehr Bilder, desto flüssiger die Drehung. Jedes Einzelbild wird anschließend freigestellt und retuschiert wie ein Packshot, dann als Bildsequenz ausgeliefert. Für die Darstellung im Shop sorgt ein JavaScript-Viewer oder eine Plattform wie Sirv, Orbitvu oder Cappasity; viele Shopsysteme bieten Plug-ins. Eine erweiterte Variante ist die Multi-Row- oder Sphären-Aufnahme, bei der das Produkt zusätzlich aus mehreren Höhen fotografiert wird und sich in alle Richtungen drehen lässt.

Wofür 360° sich lohnt

  • Schuhe, Taschen, Uhren, Werkzeug, Technik – Produkte, deren Rückseite und Details kaufentscheidend sind.
  • Erklärungsbedürftige Produkte, bei denen Fragen sonst zu Retouren führen.
  • Hochpreisige Artikel, bei denen das „In-die-Hand-Nehmen“ fehlt.

Für Kleidung am Body oder gelegte Textilien bringt 360° dagegen wenig; hier leisten Hollow Man und Modelbilder mehr.

360°-Foto oder 3D-Rendering?

Das Rendering spielt seine Stärken aus, wenn das Produkt noch nicht existiert (Vorverkauf, Konfiguratoren) oder in vielen Farb- und Materialvarianten gezeigt werden soll, die sich aus einem Modell ableiten lassen. Die 360°-Fotografie gewinnt bei allem, was real ist: Sie zeigt Oberflächen, Nähte und Materialien, wie sie sind, und ist bei kleineren Stückzahlen deutlich günstiger, weil kein 3D-Modell gebaut werden muss. Nach dem Wettbewerbsrecht muss ein Rendering dem gelieferten Produkt entsprechen – bei Fotos ist das per se gegeben.

Was Sie dafür brauchen

Das Produkt, eine Entscheidung über die Bildzahl (24, 36 oder 72) und einen Viewer im Shop. Alles andere passiert im Studio; die Sequenz kommt als fertige Bildserie und lässt sich auch als Video oder animiertes GIF für Social Media nutzen. Bei Capture Studio sind 360°-Aufnahmen Teil des Angebots – Details in den FAQ oder direkt per Anfrage.

Sie brauchen Produktfotos oder Bildbearbeitung? Wir arbeiten deutschlandweit per Einsendung.

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