Glossar · KI-Produktfotografie
Kurz erklärt
Ein KI-Model ist eine fotorealistische, synthetisch erzeugte Person, die in Produktbildern die Rolle eines menschlichen Models übernimmt. Es hat kein Recht am eigenen Bild – daher entfallen Buyout und Laufzeit –, muss aber als KI-Inhalt gekennzeichnet werden, wenn es für ein Foto gehalten werden könnte.
Ein KI-Model (auch KI-Avatar, virtuelles Model oder synthetisches Model) ist eine per generativer KI erzeugte, fotorealistische Person, die in Produkt- und Werbebildern die Aufgabe eines menschlichen Models übernimmt: Kleidung tragen, ein Produkt halten, eine Szene beleben. Es existiert nicht, hat keine Agentur, keinen Kalender und kein Recht am eigenen Bild.
Im hybriden Verfahren ist die Reihenfolge entscheidend: Zuerst wird das Produkt real fotografiert, etwa als Hollow Man, damit Schnitt, Volumen und Stoff stimmen. Dann wird ein KI-Model erzeugt, das zum Briefing passt – Alter, Typ, Haltung, Stil – und das Kleidungsstück wird auf das Model montiert, Licht und Schatten werden angeglichen. Hände, Übergänge und Stoffverlauf werden per Hand retuschiert. Mehr dazu unter KI-Produktfotografie.
Ein guter Anbieter liefert wiederkehrende KI-Models: Dasselbe Gesicht kann über eine ganze Kollektion und mehrere Saisons hinweg eingesetzt werden, wie ein „Haus-Model“ – ohne Verfügbarkeitsfragen.
Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der KI-Verordnung, dass fotorealistische KI-Inhalte, die für echt gehalten werden könnten, für Menschen sichtbar als KI-generiert offengelegt werden. Ein KI-Model erfüllt diese Beschreibung – ein Hinweis in der Bildunterschrift oder ein dezentes Label genügt. Was genau gilt, wem die Bilder gehören und was Marktplätze zusätzlich verlangen, steht im Beitrag KI-Models: Buyout, Nutzungsrechte und was der EU AI Act verlangt. Beispiele und Ablauf im KI Studio.
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