Glossar · Produktfotografie

Was ist ein Lookbook?

Kurz erklärt

Ein Lookbook ist eine Bildstrecke, die eine Kollektion in kombinierten Outfits („Looks“) zeigt – meist am Model, in einem einheitlichen Stil. Es dient Händlern, Presse und Kunden als Inspiration und verlinkt im Onlineshop direkt auf die gezeigten Artikel.

Definition

Ein Lookbook ist eine Bildstrecke – gedruckt oder digital –, die eine Kollektion in vollständigen Outfits zeigt. Im Mittelpunkt steht nicht der einzelne Artikel, sondern der „Look“: Wie lassen sich die Teile kombinieren, für welchen Anlass, in welchem Stil? Lookbooks sind Inspirationsmedien; der Produktkatalog dagegen bildet jeden Artikel einzeln mit Preis und Artikelnummer ab.

Lookbook, Katalog, Kampagne – der Unterschied

  • Katalog: vollständig, sachlich, artikelgenau – meist mit Packshots oder Legeware.
  • Lookbook: kuratiert, stilbildend, meist am Model in reduziertem Setting – zeigt Kombinationen und Tragweise.
  • Kampagne: ein oder wenige Schlüsselmotive mit starker Inszenierung, die eine Botschaft oder Saison transportieren – siehe Werbefotografie.

Aufbau eines Lookbooks

Ein Lookbook folgt einer Dramaturgie: Ein Aufmacher setzt Stimmung und Farbwelt, danach folgen die Looks in einer Reihenfolge, die einen Bogen erzählt – vom Alltag zum Abend, von hell zu dunkel, von Basic zu Statement. Pro Look gibt es meist ein Ganzkörperbild, ergänzt um Detail- oder Bewegungsaufnahmen. Einheitliche Lichtsetzung, Hintergrund und Bildausschnitt halten die Strecke zusammen, auch wenn sie an mehreren Tagen produziert wurde.

Lookbook im Onlineshop

Digital wird das Lookbook „shoppable“: Jeder Look verlinkt auf die gezeigten Artikel, oft mit Hotspots direkt im Bild. Damit wird aus dem Inspirationsmedium ein Verkaufsinstrument, das den durchschnittlichen Warenkorb erhöht – wer das Outfit sieht, kauft eher zwei Teile als eines. Dieselben Bilder liefern den Content für Social Media, Newsletter und die Startseite der Saison.

Produktion

Lookbooks entstehen im Studio oder on location, mit gebuchten Models oder – für Serien ohne Buyout-Kosten – mit KI-Models auf Basis echter Produktfotos. Wichtig für die Planung: Anzahl der Looks, Anzahl der Bilder pro Look, Setting, Styling und die Nutzungsrechte für Print, Web und Social Media. Mehr zur Umsetzung auf unserer Seite Mode- & Fashion-Fotografie.

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